Tatort INNENORT - 6. ed.: Co-Working im ländlichen Raum

Am 13. Juli fand die bereits sechste Ausgabe der Veranstaltungsreihe TATORT INNENORT der LAG Altmühl-Donau statt. Im Fokus stand das Thema „Coworking Spaces im ländlichen Raum“. Was Coworking überhaupt bedeutet und welche Möglichkeiten und Chancen für diese im ländlichen Raum bestehen, wurde in drei Fachvorträgen diskutiert.

Den Auftakt machte Hans-Peter Sander, Leiter des Landesbüro Bayern der CoWorkLand e.G. und Mitarbeiter der LAG Ammersee. Herr Sander erläuterte die Grundlagen des Coworkings, die Möglichkeiten, die ein geteilter Arbeitsplatz mit sich bringen kann und das Vorgehen bei der Errichtung eines solchen Büros. Er selbst betreut in Dießen am Ammersee das Denkerhaus und konnte mit den Teilnehmer*innen wichtige Erfahrungswerte teilen.

Als Gründer des Oaktown Office, dem ersten Coworking Space, der im Herbst im Landkreis Eichstätt eröffnen wird, stellten Thomas Hirsch und Markus Meier anschließend einen regionalen Bezug zur Thematik her. In einer kurzen Diskussionsrunde wurden verschiedene Aspekte des Coworkings beleuchtet, bei denen es auch in Eichstätt nicht nur um die Vermietung von Arbeitsplätzen geht, sondern vielmehr um die Vernetzung und den kreativen Austausch.

Der Frage, wie Coworking Spaces im ländlichen Raum integriert werden können, ist Frederik Hornung nachgegangen und hat daraufhin das Konzept „FroDorf“ entwickelt. Seine Ideen und Vorstellung teilte er mit den Anwesenden. Grundprinzip des Konzepts ist die Umnutzung von Leerstände in kleineren Gemeinden. In einem alten Bahnhof, einer leerstehenden Wirtschaft oder einem Wohnhaus könnten so neue Gemeinschaftszentren entstehen, die sowohl Platz für Coworking Spaces als auch für Veranstaltungsräume und kleine Dorfläden mit regionalen Produkten, die Versorgungslücken vor Ort schließen, bieten.

Aufgrund neuer Arbeitswelten und -möglichkeiten bieten Coworking Spaces neben den klassischen Büros oder dem Homeoffice in Zukunft eine dritte Alternative. In vielen größeren Städten sind sie bereits ein etabliertes Modell und fungieren dort gleichzeitig als Begegnungsstätte. Sie bieten aber auch Chancen für den ländlichen Raum und könnten in den nächsten Jahren ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Region sein und einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten, durch die Verminderung der Pendlerströme.

Die Veranstaltungsreihe dient dem interkommunalen Erfahrungsaustausch und dazu, über Beispiele aus anderen Kommunen und Regionen Ansätze und Ideen für die eigene Kommune zu entwickeln. Zielgruppen sind Bürgermeister*innen, Ratsmitglieder, Verwaltungsmitarbeiter*innen und interessierte Bürger*innen.

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